Veröffentlicht am: 22.12.2019

Was bedeutet die französische „Öko-Beteiligung“ bei TRADIS?

Als französisches Unternehmen ist TRADIS fest in den strengen Nachhaltigkeits- und Kreislaufwirtschaftsstrukturen unseres Heimatmarktes verwurzelt. Ein zentraler Baustein dieses Systems ist die sogenannte „Öko-Beteiligung“ (Éco-participation). Obwohl diese gesetzliche Regelung primär den französischen Markt betrifft, sichert sie auch für unsere internationalen B2B-Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz höchste Standards im Sinne des Ökodesigns.

Doch was genau verbirgt sich dahinter und welche Relevanz hat das für Sie als internationaler Einkäufer?

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Was ist die französische Öko-Beteiligung?

Die Öko-Beteiligung wurde in Frankreich gesetzlich verankert, um die Kosten für die Sammlung, das Recycling und die fachgerechte Entsorgung von Altmöbeln zu decken. Es handelt sich um ein transparentes Finanzierungssystem im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR). Jedes verkaufte Möbelstück wird mit einem festen Cent- oder Eurobetrag belegt, der direkt an eine staatlich anerkannte Recycling-Organisation abgeführt wird.

TRADIS arbeitet hierbei eng mit der Organisation VALDELIA zusammen, die sich flächendeckend um die Rücknahme und Wiederverwertung von gewerblichen Möbeln kümmert.

Geringere Abgaben für kreislauffähige Materialien

          Das französische System belohnt nachhaltiges Design: Die Gebühren sind gestaffelt und richten sich nach der Recyclingfähigkeit der verwendeten Materialien.

    • Möbel aus komplexen Verbundstoffen oder Kunststoffen werden mit höheren Gebühren belegt, da ihre Verwertung aufwendiger ist.
    • Reine Massivholzprodukte, wie die Ladeneinrichtungen von TRADIS, profitieren von den günstigsten Sätzen. Holz ist ein vollständig natürlicher, leicht recycelbarer Werkstoff, der entweder repariert, upgecycelt oder ohne Schadstoffbelastung in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden kann.

    Was passiert mit den gebrauchten Möbeln im TRADIS-Kreislauf?

    Gemeinsam mit VALDELIA unterstützen wir eine Kaskadennutzung, um Abfälle auf ein absolutes Minimum zu reduzieren:

    • Wiederverwendung & Spenden: Gut erhaltene Möbel werden repariert und über sozial-ökologische Netzwerke einer zweiten Nutzung zugeführt.
    • Upcycling: Kreative Wiederaufbereitung verwandelt gebrauchte Komponenten in innovative neue Einrichtungselemente.
    • Stoffliches Recycling: Altmöbel werden zerkleinert und dienen als hochwertiger Sekundärrohstoff für die Produktion neuer Holzwerkstoffe (Ökodesign).

    Was bedeutet das für TRADIS-Kunden außerhalb Frankreichs?

    Für Sie als B2B-Kunde in Deutschland oder anderen EU-Ländern gilt: Bei Lieferungen außerhalb Frankreichs fällt für Sie keine Öko-Beteiligung an. Da die Möbel aus Frankreich exportiert werden, sind Sie von dieser nationalen Abgabe befreit.

    Dennoch profitieren Sie indirekt von diesem System: Jedes TRADIS-Möbelstück wird von Grund auf so konstruiert, dass es den extrem strengen französischen Richtlinien an Langlebigkeit, Robustheit und Recyclingfähigkeit entspricht. Wenn Sie sich für TRADIS entscheiden, investieren Sie in ein Produkt, das für eine echte Kreislaufwirtschaft entwickelt wurde.

    Fazit: Auch wenn die Öko-Beteiligung ein französisches Gesetzeswerk ist, zeigt sie den Kern unserer Philosophie: Wir übernehmen Verantwortung für unsere Möbel – vom ersten Entwurf bis zum Ende ihres Lebenszyklus.